Die Pilot:innen jagen einzeln, zu zweit oder zu viert den Eiskanal hinunter. Beim Anschieben des Sportgeräts kommt es vor allem auf perfekten Grip an. Anschließend ist maximale Feinfühligkeit gefragt, um die Kufen des Bobs durch die Lenkseile ansteuern zu können.

Beim Abziehen am Start sowie den anschließenden Paddelschlägen, die erforderlich sind, um eine hohe Geschwindigkeit zu erreichen, wirken hohe (Zug-)Kräfte auf die robusten Handschuhe. Zudem werden an den Fingerkuppen Krallen angebracht.

Kopf voran und in Bauchlage stürzen sich die Pilot:innen mit Geschwindigkeiten von bis zu 145 km/h in den Eiskanal. Das Sportgerät lässt sich durch wechselseitige Druckverlagerungen mit Beinen und Schultern steuern. V.a. beim Start, bei dem das Gerät mit einer Hand angeschoben wird, erfordert es guten Grip, gepaart mit einer hohen Feinfühligkeit.

Die Handschuhe müssen während des Fluges einen guten Stand gewährleisten und bieten den Springer:innen somit maximale Tragfläche. Wer beim Autofahren seine Hand bei Geschwindigkeiten um die 100 km/h aus dem Fenster hält, wird merken, welcher Druck nötig ist, um möglichst viel Fläche durch das Strecken des Handgelenks und der Finger erzeugen zu können.

Beim Snowboard werden Wettkämpfe in drei unterschiedlichen Disziplinen ausgetragen, sodass unsere Herausforderung darin besteht, für jede Disziplin, die passenden Handschuhe zu entwickeln. Angefangen bei Schnittschutz, über guten Grip und hohe Abriebfestigkeit bis hin zu maximaler Gleitfähigkeit über Schnee und Eis.
